Energie gewinnt
Projekt der Stadt Wuppertal

Erarbeiten eines Vergleichs der Energieeinsparmöglichkeiten in Afrika und Europa mit Schülern der internationalen Förderklassen.

Das Berufskolleg Werther Brücke beschult internationale Förderklassen, sogenannte IFK-Klassen, in denen schulpflichtige jugendliche Flüchtlinge unterrichtet werden.

Die Jugendlichen kommen vorwiegend aus einem afrikanischen Kulturkreis nach Westeuropa und müssen sich in eine ihnen weitestgehend unbekannte Welt integrieren.

Mit einer Auswahl von Englisch sprechenden Schülern werden im Rahmen von "energie gewinnt" Möglichkeiten erarbeitet, wie in westlichen Haushalten Energie eingespart und sinnvoll genutzt werden kann.

Parallel dazu stellen die Schüler dar, welche Bedeutung die Energieeinsparung in ihren Heimatländern (zumeist in Afrika) besitzt und welche Schwerpunkte der Ressourcenschonung dort verfolgt werden.

Die Ergebnisse werden auf Plakaten dargestellt und miteinander verglichen.

Im weiteren Verlauf soll untersucht werden, welche Folgen der Klimawandel für den afrikanischen Kontinent hat und welche Auswirkungen die durch den Klimawandel verursachte Vernichtung von landwirtschaftlicher Nutzfläche auf die Flüchtlingssituation in Afrika haben.

Betrachtung der Bedeutsamkeit von energetischer Nachhaltigkeit in der Fachschule für Technik am exemplarischen Beispiel des Ausbaus unseres BKs zu einem Zentrum für Elektromobilität

In der Fachschule für Technik werden Wege zur Nachhaltigkeit in der integrativen Zusammenarbeit der Lernfelder aus den Bereichen Politik/Gesellschaftslehre, Maschinenbau und Betriebswirtschaft projekthaft bearbeitet.

Nachhaltigkeit in der Technik (Maschinenbau) gewinnt immer mehr Bedeutung. Auslöser für die Veränderungen des Bewusstseins waren zunächst steigende Energiepreise, heute gerät immer stärker auch der CO2-Ausstoß bei der Herstellung von Materialien oder bei Betriebsabläufen in das Blickfeld von Technikern und Geschäftsführungen.

Die ganze Palette der Themen und Arbeitsbereiche, die zur Bewertung von „Nachhaltigkeit“ relevant sind, werden in der Fachschule thematisiert. Umweltverträglichkeitsprüfungen, Ökobilanzen, regenerative Energien, Rohstoffmanagement, internationale Abkommen und vieles mehr sind die Themen für die Arbeit in Unterrichtsprojekten.

Im Fach Politik wird die Bedeutsamkeit der energetischen Nachhaltigkeit erarbeitet und exemplarisch am Beispiel des Ausbaus unseres BKs zu einem Zentrum für Elektromobilität unterrichtet unter Einbeziehung der bereits vorhandenen schuleigenen Solaranlage.

Übertragung professioneller Methoden des Qualitätsmanagements im Bereich der kontinuierlichen Verbesserung auf das Projekt "energie gewinnt"

Der 8D-Report (8 Disziplinen) ist eine Methode der strukturierten Reklamationsbearbeitung in den Unternehmen.

Im Projekt "energie gewinnt" sollen größere Abweichungen vom Sollzustand in den Themenbereichen Wasser, Strom und Wärme mit Hilfe des 8D-Reports zunächst behoben und dann ein Wiederauftreten der Abweichungen verhindert werden.

Die Unterscheidung zwischen dem Beheben eines Fehlers und der Verhinderung seines Wiederauftretens ist elementar und in den bekannten QM-Systemen explizit gefordert.

Die Studierenden der Fachschule erarbeiteten die Konzeption des 8D-Reports und übergaben diesen dann an das Projekt "energie gewinnt".

"energie gewinnt" als Teilprojekt der Laborentwicklung in Richtung Industrie 4.0

Der Begriff "Industrie 4.0" stammt aus einem Förderprojekt der Bundesregierung zur Integration der neuesten Generation von EDV-Systemen in die Unternehmen.

Ein wichtiger Bestandteil von Industrie 4.0 ist die Weiterentwicklung von technischen Systemen im Bereich Fernwartung und Online-Zugriff auf Steuereinheiten.

Hierzu führen wir zurzeit ein Pilotprojekt mit einer Online-Temperaturerfassung durch.

Das entsprechende Gerät nimmt online in einstellbaren Zeitintervallen Messungen von Temperatur, Druck und Luftfeuchtigkeit in Produktionsräumen vor und stellt die Daten weltweit zur Verfügung.

Wir simulieren diese Anwendung innerhalb unseres pädagogischen Netzes und führen derzeit 24h-Messungen in Schulräumen durch.

Langfristig erhoffen wir uns z.B. Informationen über das Temperaturverhalten von Klassen- und anderen Räumen, um die Heizkörper optimal einstellen zu können. Die Daten können auch ggf. als Grundlage für weiterführende Gespräche mit dem Gebäudemanagement dienen.

Der Anschaffungspreis des verwendeten Gerätes liegt bei ca. 400€ /Stck. Das eingesetzte Modell erhielten wir als Spende von dem Unternehmen W+T aus Wuppertal.

"energie gewinnt" als Teilprojekt der Laborentwicklung in Richtung Industrie 4.0
Erweiterung um die gleichzeitige Temperaturaufnahme im Innen- und Außenbereich durch Schülerlösungen

Im Rahmen der einwöchigen Lernaufgaben der Klassen ABA12 und ABF12 erstellten die Schülerinnen und Schüler mit Hilfe von Visual Studio ein Programm zum Steuern und Auslesen einer Platine.

Im binnendifferenzierten Aufgabenteil realisierten die Schüler ein Programm zum gleichzeitigen Auslesen von zwei Thermometern und zum Speichern der Messwerte in einer Textdatei.

Die Schüler nahmen im Anschluss die Platine mit zugehörigem Programm mit nach Hause und führten in ihren Zimmern die Messung von Innen- und Außentemperatur durch.

Mit dieser Aufgabe soll des Projekt "energie gewinnt" in die Familien getragen und eine Diskussion über Energiesparmaßnahmen initiiert werden.

Energetische Optimierung im Rahmen des Mängelmanagements

Nachdem im Zuge des letztjährigen Projektes "energie gewinnt" in allen Klassenräumen Thermometer aufgehängt und die Einstellungen der Heizungen optimiert wurden, sind einzelne Anpassungen von Räumen in diesem Winter notwendig geworden.

Diese notwendigen Anpassungen werden im Rahmen der allgemeinen Erfassung von Mängeln in Klassen- und Nebenräumen berücksichtigt und an das Hausmeisterteam weitergeleitet.

Anpassung der Heizkreise an die reale Betriebssituation unseres Hauptgebäudes

Mit dem Ziel einer strukturellen Optimierung der Heizsituation in unserem Hauptgebäude wurden für alle Teilbereiche des Gebäudes die realen Betriebszeiten ermittelt, dargestellt und zur weiteren Verwendung an das Gebäudemanagement weitergleitet.

Im Anschluss stellte das Gebäudemanagement die einzelnen Heizkreise optimal auf die Betriebsbedingungen des Gebäudes ein.