Feierliche Zeugnisvergabe und Lossprechung am 08. Februar 2019 in der JVA

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25 Absolventen haben ihr Ziel erreicht und erhielten ihre Zeugnisse.

Das Berufskolleg Werther Brücke durfte in diesem Schuljahr im Bereich der dualen Berufsausbildung drei Bauten- und Objektbeschichtern, einem Maler und Lackierer, zwei Hochbaufacharbeitern, einem Maurer und drei Fachkräften für Metalltechnik ihre Facharbeiter- und Gesellenbriefe überreichen. Zudem nahmen insgesamt 15 Schüler der Klassen der Berufsfachschule, der Ausbildungsvorbereitung und der Ausbildungsvorbereitung mit Förderbedarf ihre Schulabschlusszeugnisse entgegen.

Die Anstaltsleiterin Frau Lammel eröffnete die Feierlichkeit und begrüßte herzlich die 25 Absolventen, die anwesenden Justizbediensteten, Ausbilder und Lehrkräfte sowie die zahlreichen Besucher, die gekommen waren, um an dem Festakt teilzuhaben. Die hohe Besucherzahl zeige deutlich die Anerkennung, die den Absolventen entgegengebracht werde. Die jungen Männer seien nicht freiwillig in der JVA, aber durch das Erreichen der Abschlüsse haben sie unter Beweis gestellt, dass sie gesetzte Ziele erreichen können und bereit sind, neue Wege aufzunehmen. Zudem verwies Frau Lammel auf die gute Kooperation aller an der Ausbildung Beteiligten, die schließlich zu dem heutigen Ergebnis geführt habe und sprach ihren Dank aus.

Herr Meyer, Gesamtleiter des Kolping Bildungswerkes Köln, schloss sich den Worten seiner Vorrednerin an und dankte den Ausbildern, dem Ausbildungsleiter und dem Standortleiter, dass die Ausbildung so erfolgreich vonstatten ging. Er wünschte den Absolventen, dass sie einen Job finden und gutes Geld verdienen werden und erwähnte ausdrücklich die guten Perspektiven, die das Handwerk momentan biete.

Herr Flötotto, Schulleiter des BKWB, betonte anschließend in seiner Rede, dass die Unterstützung in der dualen Ausbildung die Königsdisziplin des Berufskollegs sei.

Die Jungs haben durch das erfolgreiche Bestehen gezeigt, dass sie fachlich geeignet sind. Nun müssen sie „draußen“ ihren Mann stehen und Personalchefs und Meister von sich überzeugen. Neben der Fachkompetenz sei es für künftige Arbeitgeber von großer Bedeutung, sich als frisch gebackener Geselle Ziele zu setzen und daran zu arbeiten, diese Ziele zu erreichen. Ebenso wichtig sei es, engagiert und authentisch aufzutreten und – da heute niemand mehr alleine arbeite – teamfähig zu sein. Dabei solle man Fehler stets offen ansprechen und Kritik sachlich annehmen. Wenn die Jungs so in die Welt hinaus gingen, stehe ihrem Erfolg nichts mehr im Wege, denn „Wer nach vorne schaut, hat schon halb gewonnen.“

Im Anschluss an die Vergabe der Facharbeiter- und Gesellenbriefe sowie der Schulabschlusszeugnisse durch Herrn Flötotto, die jeweiligen Ausbilder und Klassenlehrer/innen und der anschließenden Ehrung der Jahrgangsbesten in den jeweiligen Fachbereichen, nahmen die Absolventen bei Kaffee und Kuchen Glückwünsche von den Lehrkräften des BKWB, den Justizlehrkräften, den Abteilungsbediensteten und den Gästen entgegen.