Feierliche Zeugnisvergabe und Lossprechung in der JVA

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Im Kulturzentrum der JVA Wuppertal-Ronsdorf begrüßte die Anstaltsleiterin Frau Lammel die zehn anwesenden Inhaftierten, die in diesem Halbjahr ihre Schulabschlusszeugnisse aus den Klassen der Berufsfachschule, der Ausbildungsvorbereitung und der Ausbildungsvorbereitung mit Förderbedarf entgegennehmen durften. Feierlich bedankte sie sich zudem bei den Lehrkräften der Justiz und des BKWB, welche den Schülern in dem vergangenen Schuljahr engagiert den Rücken gestärkt haben – sie stellte aber zugleich fest: „Den Erfolg aber haben die Absolventen erlangt“. Auf diesem Erfolg sollten sie sich nun jedoch nicht ausruhen, sondern sich auf den Weg begeben und eine berufliche Tätigkeit auswählen, die ihren Neigungen und Interessen entspricht.


Frau Samhuber, kommissarische Leiterin der Außenstelle des BKWB, eröffnete den Festakt, im Rahmen dessen die jeweiligen Klassenlehrer/innen die Schulabschlusszeugnisse sowie Zertifikate überreichten. Abschließend wurde der Jahrgangsbeste (mit einem Notendurchschnitt von 1,6) geehrt.
Im Anschluss daran fand die Lossprechung der insgesamt fünfzehn Auszubildenden aus den Fachbereichen Bauten- und Objektbeschichter, Hochbaufacharbeiter, Maschinen- und Anlagenführer und Tischler statt. Nachdem Frau Lammel die zahlreichen Gäste begrüßt und den Absolventen zu ihrer bestandenen Gesellen- bzw. Facharbeiterprüfung gratuliert hatte, machte Herr Meyer, Vertreter des Kolping Bildungswerkes Köln, den frisch gebackenen Gesellen und Facharbeitern Mut, dass die momentane Situation im Handwerk sehr gut sei, und dass man dort gutes Geld verdienen könne.


Herr Flötotto, Schulleiter des BKWB, schloss sich den Glückwünschen seiner Vorredner an und betonte, dass das Ziel, welches die Absolventen mit dem heutigen Tag erreicht haben, lediglich ein Zwischenschritt sei. Jeder von ihnen müsse weiter lernen und sich im Beruf beweisen. Die meisten Inhaftierten seien hier, da sie sich in ihrer Persönlichkeit weiterentwickeln sollen, und er hoffe, dies täten sie künftig auch außerhalb der Mauern. Wichtig dabei sei, Dinge stets anzupacken und sie auszuprobieren, denn es passiere nichts, wenn man es nicht versucht. Herr Flötotto beendete seine Rede mit dem Zitat „Der größte Fehler im Leben ist, Angst zu haben, einen Fehler zu machen“.


Herr Oermann, Vertreter der IHK, bedankte sich in erster Linie bei den ehrenamtlichen Prüfern und wünschte den Absolventen, dass sie schnell einen Job finden mögen, um ihr Können unter Beweis zu stellen.


Auf die Vergabe der fünfzehn Facharbeiter- und Gesellenbriefe sowie der insgesamt achtzehn Schulabschlusszeugnisse folgte die Ehrung der Jahrgangsbesten in den jeweiligen Fachbereichen. Abschließend nahmen die Absolventen bei Kaffee und Kuchen Glückwünsche von den Lehrkräften des BKWB, den Justizlehrkräften, den Abteilungsbediensteten und den Gästen entgegen.


Eva Kauer (Lehrerin BKWB)