Studieren mit Stipendium

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Für viele Abiturienten bleibt die finanzielle Förderung durch eine Studienstiftung ein Traum. Nicht so für Axel Cziesla, ehemals Schüler der AKA 90, der letztes Jahr sein Abitur mit der Traumnote 1,1 (siehe hier) und den Berufsabschluss zum Assistenten für Konstruktions- und Fertigungstechnik am BKWB absolviert hat und jetzt an der Dualen Hochschule in Karlsruhe Maschinenbau studiert. Nachdem Herr Flötotto ihn der Studienstiftung des deutschen Volkes vorgeschlagen hatte, schickte Axel Cziesla seine Unterlagen ein und überzeugte im dreitägigen Auswahlseminar in Speyer in zwei Einzelgesprächen, in fünf Gruppendiskussionen und mit seinem Vortrag über „Fluch und Segen der Automatisierung“, bei dem er im Anschluss eine Diskussion über das selbst gewählte Thema moderieren musste. 

„Ich konnte viel erzählen“, sagt Axel Cziesla, der unter den fünfzig Bewerbern im Seminar der Einzige mit der Fachrichtung Maschinenbau war. Mit seinen zwanzig Jahren verfügt er über eine Menge praktischer Erfahrungen, die er schon in der 11. Klasse im Werkstattunterricht erwarb und später in seinen Praktika vertiefte, wovon eines in Ungarn bei der Firma FAG stattfand (siehe hier). Zudem kann er auf Vortragserfahrung zurückgreifen, die er zum Beispiel im Rahmen der Lernaufgaben machte. So überzeugte er nicht nur durch Leistung, sondern auch durch Sozialkompetenz. 

Über seine praktischen Kenntnisse – beispielsweise im Bereich CAD - freut sich im Übrigen auch die Firma IMS Messsysteme in Heiligenhaus, in der Axel Cziesla den praktischen Teil seines Dualstudiums absolviert. Er hatte dort bereits ein Praktikum in der 12. Klasse absolviert und meisterte dann in dem nachfolgenden Jahr ein anspruchsvolles Auswahlverfahren. Jeweils für drei Monate wechselt er nun nach Karlsruhe, um dort den Bachelor zu machen. Auch dort profitiert er nach eigenen Angaben von seinen fachlichen Vorkenntnissen, welche er zuvor am BKWB in den Fächern Maschinenbautechnik, Konstruktions- und Fertigungstechnik, Informatik und Wirtschaftslehre erlangt hatte. 

Jetzt darf er sich über ein monatliches Büchergeld und die Förderung von Weiterbildungsmaßnahmen freuen, das Lebenshaltungsstipendium bekommt er aufgrund seines Dualstudiums nicht; demnächst geht es für drei Wochen zum Sprachkurs nach Southampton in England, für den die Kosten des Sprachkurses und der Unterkunft von der Stiftung übernommen werden. 

Wie erreicht man solche Erfolge? Axel Cziesla ist nicht nur anstrengungsbereit, sondern auch sehr zielstrebig. Obwohl seine Eltern in ganz anderen Berufen arbeiten, wusste er schon in der Mittelstufe am Gymnasium, dass er einmal Maschinen konstruieren wollte. „Ich habe als Kind viel mit LEGO gespielt“, sagt er. Wer die komplizierten LEGO-Bausets kennt, weiß, wie viel man dabei lernen kann. An das berufliche Gymnasium am BKWB zu wechseln war dann der nächste logische Schritt. Axel Cziesla würde sich wieder so entscheiden, obwohl es zeitweise doch „ziemlich stressig“ war. Die zweigleisige Ausbildung, praktisch und theoretisch, setzt er nun fort. Wir wünschen weiter viel Erfolg!