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LEKO international: Austausch nach Murcia (Spanien)

Ende Oktober machten sich neun Schülerinnen und Schüler sowie drei Lehrkräfte unseres Berufskollegs auf den Weg nach Murcia, um gemeinsam mit unserer Partnerschule CIFP Politécnico de Murcia am Projekt LEKO International zu arbeiten. Ziel war es, das im Rahmen der Lernortkooperation Schule (LEKO 3) von der Deutschen Bahn vergebene Projekt vor Ort – in gemischten Teams aus deutschen und spanischen Auszubildenden – weiterzuentwickeln.

Nach einem herzlichen Empfang und einer ausführlichen Schulführung begann am ersten Tag die fachliche Arbeit. In einer Videokonferenz stellte die Deutsche Bahn den Projektauftrag vor: Die Entwicklung einer Haltevorrichtung, die die Arbeiten an Spulen für Gleismagnete erleichtern soll. Anschließend entwarfen die Teams erste Skizzen und starteten mit der Konstruktion in CAD.

Für die Fertigung standen gut ausgestattete Räume bereit: Ein CAD-Konstruktionsbereich, eine Werkstatt mit konventionellen und CNC-Maschinen sowie mehrere 3D-Drucker. In drei international gemischten Gruppen wurde intensiv zusammen gearbeitet – kommuniziert wurde auf Englisch, mit Hilfe von Übersetzungs-Apps und notfalls mit Händen und Füßen. Dies sorgte nicht nur für viele kreative Lösungen, sondern auch für einige humorvolle Momente.

Neben der Projektarbeit war ein vielseitiges Fach- und Kulturprogramm organisiert. Die Gruppe besuchte zwei Unternehmen der Region:

  • Mecanizados del Segura, einen Lohnfertiger im Bereich Zerspanung,
  • Sonoca, ein großes Unternehmen der Blechbearbeitung für die Konservenindustrie.

Während der Besichtigungen erhielten die Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte spannende Einblicke in industrielle Fertigungsprozesse und moderne Produktionstechnologien.

 Auch die kulturelle Seite kam nicht zu kurz:

  • Ein Schiffsausflug in die Hafenstadt Cartagena,
  • eine Tour zur Pirateninsel Tabarca,
  • ein gemeinsamer Strandtag organisiert von den spanischen Lehrkräften,
  • sowie eine Stadtführung durch Murcia inklusive Besuch der beeindruckenden Kathedrale.

Diese Aktivitäten ermöglichten den Austausch untereinander auch außerhalb des Projekts und stärkten das Gemeinschaftsgefühl der gesamten Gruppe.

In der finalen Phase galt es, sich an die vor Ort verfügbaren Maschinen, Materialien und Werkzeuge anzupassen und kreative Wege zu finden, um die Konstruktionen erfolgreich umzusetzen. Am Ende präsentierten die drei internationalen Teams ihre entwickelten Vorrichtungen im Rahmen der LEKO-Hausmesse in einer Videokonferenz den deutschen Klassen des zweiten Ausbildungsjahres – jener Jahrgang, der im kommenden Jahr selbst die Chance auf eine Teilnahme am Erasmus+-geförderten Austausch hat.

Wir blicken auf zwei intensive, produktive und sehr schöne Wochen in Murcia zurück. Die Teilnahme am LEKO-Projekt hat nicht nur die fachlichen Kompetenzen der Auszubildenden gestärkt, sondern auch ihre sprachlichen, sozialen und interkulturellen Fähigkeiten erweitert.

Ein besonderer Dank gilt unserer spanischen Partnerschule für die großartige Gastfreundschaft und die hervorragende Zusammenarbeit.

 

(Text- und Bildmaterial: J. Stumpf)

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